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Hucke treibt Neustrukturierung des Konzerns entschlossen voran
Der Hucke-Konzern wird die vor zwei Jahren eingeleitete Neuausrichtung und Restrukturierung entschlossen fortführen. Nachdem im Geschäftsjahr 1999/2000 die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen ist, rechnet der Bekleidungshersteller für das laufende Geschäftsjahr nicht mit einer Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr. Hintergrund seien einmalige Sonderbelastungen durch notwendige Strukturanpassungen in der Hucke-Gruppe, schreibt der Vorstand in seinem Zwischenbericht über das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2000/2001 (31.10.). Im Geschäftsjahr 2001/2002 soll die Neuausrichtung weitgehend abgeschlossen sein und sich entsprechend positiv auf die Ertragslage auswirken.
In den ersten sechs Monaten (01.11.2000 bis 30.04.2001) des laufenden Geschäftsjahres erreichte der Konzernumsatz einschließlich MHM Mode Holding AG insgesamt 315,1 Mio. DM. Der Rückgang um 25,5 Mio. DM gegenüber dem Vorjahreszeitraum (340,6 Mio. DM) erklärt sich durch die Verkäufe der ehemaligen MHM-Tochtergesellschaften ARA Moden und Otto Kern. Beide Unternehmen hatten im Vorjahr noch zusammen 28,7 Mio. DM zum Konzernumsatz beigesteuert.
Darüber hinaus hat die allgemein schwache Marktverfassung auf fast alle Geschäftsbereiche der Hucke-Gruppe durchgeschlagen und das Umsatzvolumen auf 183,3 Mio. DM (Vorjahr: 205,1 Mio. DM) gedrückt. Betroffen war insbesondere der Bereich Herren- und Damenmode. Es ist entschieden worden, die Damenkollektion RAVENS ab der Saison Frühjahr/Sommer 2002 einzustellen. Das Umsatzvolumen im Bereich der Kinderbekleidung beläuft sich auf Vorjahresniveau. Die MHM Mode Holding AG, die nach den Verkäufen von ARA Moden und Otto Kern nun ausschließlich von der Basler-Gruppe repräsentiert wird, erzielte im 1. Halbjahr 2000/2001 ein Umsatzvolumen von 131,8 Mio. DM und damit annähernd das Vorjahresniveau (135,5 Mio. DM). Dazu hatten seinerzeit allerdings noch ARA Moden und Otto Kern 28,7 Mio. DM beigetragen. Basler selbst konnte sich im 1. Halbjahr erneut vom Branchentrend absetzen und den Umsatz nochmals kräftig um 25 Prozent steigern.
Der vom Hucke-Konzern eingeschlagene Konsolidierungskurs hat sich im laufenden Geschäftsjahr noch nicht in vollem Umfang auf die Ertragslage ausgewirkt. Das um 2 Mio. DM auf Minus 3,8 Mio. DM verbesserte Ergebnis blieb nach Einschätzungen des Vorstandes hinter den Erwartungen zurück. Die Hucke-Gruppe musste dabei einen Ergebnisrückgang auf Minus 17,8 Mio. DM (Vorjahr: Minus 10,4 Mio. DM) hinnehmen. Darin enthalten sind einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von 2,1 Mio. DM. Die MHM-Gruppe dagegen konnte
das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 5,7 Mio. DM im Vorjahr auf 16 Mio. DM fast verdreifachen. Besonders positiv wirkten sich hier die Verkäufe von ARA Moden und Otto Kern aus, die in der Vergangenheit das Ergebnis der MHM-Gruppe negativ beeinflusst hatten. Basler dagegen steigerte das Ergebnis vor Steuern nochmals auf 19 Mio. DM, gegenüber 14,3 Mio. DM im Vorjahr.
Die Zahl der Mitarbeiter im Hucke-Konzern ging im Zuge der Neustrukturierung und nach den Firmenverkäufen planmäßig deutlich zurück und lag im Inland zum 30.04.2001 mit 1.369 Beschäftigten um etwa 250 unter dem gleichen Vorjahreszeitpunkt. Im 2. Halbjahr des Geschäftsjahres ist ein weiterer Rückgang geplant. Die Investitionen erreichten in den ersten sechs Monaten 2000/2001 insgesamt 6,6 Mio. DM (Vorjahr: 4,6 Mio. DM). Davon entfielen 2,1 Mio. DM auf die MHM-Gruppe.
Der Auftragseingang für die Saison Herbst/Winter 2001 lag im Hucke-Konzern mit 350,1 Mio. DM knapp unter Vorjahresniveau ( 356,3 Mio. DM). Während die Hucke-Gruppe einen Rückgang von 217,8 Mio. DM auf 205,9 Mio. DM hinnehmen musste, konnte die Firma Basler ihre Auftragseingänge erneut um 25,7 Prozent auf 144,2 Mio. DM steigern.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2000/2001 rechnet der Hucke-Konzern mit einem Umsatzvolumen leicht über Vorjahr (666,1 Mio. DM). Im Zuge der Neuausrichtung der Hucke-Gruppe ist in diesem Jahr mit nochmaligen Sonderbelastungen durch Strukturanpassungen in den Bereichen Damen- und Herrenmode zu rechnen, die eine Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr nicht erwarten lassen.
Mit den Maßnahmen wird ein weiterer Meilenstein zur wirtschaftlichen Verbesserung des Konzerns gelegt.
Lübbecke, den 28. Juni 2001
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