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Pressemitteilungen / Veröffentlichungen
Hucke-Konzern kommt bei der Restrukturierung gut voran
Lübbecke. Das im Vorjahr im Hucke-Konzern (Lübbecke-Nettelstedt) eingeleitete Restrukturierungsprogramm zur Rückkehr auf einen stabilen Ertragspfad ist erfolgreich angelaufen. Schlanke Organisationsstrukturen, ein straffes Kostenmanagement und die markenstrategische Neuausrichtung sollen den Bekleidungshersteller bereits im laufenden Geschäftsjahr trotz eines zu erwartenden Umsatzrückganges wieder zurück in die Gewinnzone bringen.
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (01.11.1999 bis 30.04.2000) hat das weiterhin schwache Konsumklima und ein verändertes Einkaufsverhalten des Handels den Hucke-Konzernumsatz nochmals gedrückt. Mit 340,6 Mio. DM lag das Volumen um 12,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (389,7 Mio. DM). Dabei setzten die Geschäftsbereiche der Hucke-Gruppe 205,1 Mio. DM (Vorjahr: 250,9 Mio. DM) um. Betroffen vom Rückgang war insbesondere die Damenmode, bei der aus Rentabilitätsüberlegungen bewusst auf Umsätze mit geringen Deckungsgraden verzichtet worden ist. Dagegen verzeichneten die Beteiligungsgesellschaften der MHM Mode Holding München AG einen stabilen Verlauf und konnten ihr Umsatzniveau mit 135,5 Mio. DM (Vorjahr: 138,8 Mio. DM) nahezu halten. Die Firma Basler bestach dabei erneut mit einer überdurchschnittlich positiven Entwicklung.
Das geringere Umsatzvolumen im Konzern schlug aufgrund der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen nicht voll auf das Ergebnis durch. Zum 30.4.2000 lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern bei minus 5,8 Mio. DM (Vorjahr: minus 4,2 Mio. DM). Die eingeleiteten Maßnahmen, höhere Deckungsbeiträge und schlankere Kostenstrukturen haben nach Einschätzung des Vorstandes bereits erste positive Auswirkungen gezeigt.
Der Ergebnisrückgang in der Hucke-Gruppe auf minus 10,4 Mio. DM (Vorjahr: minus 8,6 Mio. DM) ist vor allem auf einmalige Sonderbelastungen im Rahmen der strategischen Neuausrichtung sowie auf höhere Finanzierungskosten zurückzuführen.
Der Umsatzrückgang wirkte sich ergebnismäßig vor allem im Bereich der Damenoberbekleidung aus, wo erst später, zeitversetzt zur Herren- und Kinderbekleidung, die strategische Neuausrichtung eingeleitet wurde. Dagegen konnte die Herrenbekleidung ihr Ergebnis deutlich verbessern, mußte aber nochmals einen Verlust ausweisen. Erfreulich verlief das Geschäft mit Kinderbekleidung, in dem bereits wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden konnte. Ihre Aufwärtsentwickung weiter fortgesetzt hat die MHM-Gruppe, die ihr Ergebnis von 4,4 Mio. DM im Vorjahr auf 5,7 Mio. DM verbesserte.
Die Zahl der Mitarbeiter im Hucke-Konzern lag zum 30.4.2000 mit 1.616 Beschäftigten um etwa 200 unter dem gleichen Vorjahreszeitpunkt. Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres ist ein weiterer Rückgang geplant, um die Kostenstrukturen im personellen Bereich dem verringerten Umsatzvolumen anzupassen. Die Investitionen werden 1999/2000 wieder das aus den Vorjahren gewohnte Niveau erreichen und bei rund 8,5 Mio. DM (Vorjahr: 21,5 Mio. DM) liegen.
Der Auftragseingang für die Saison Herbst/Winter 2000, der im Konzern bei 356,3 Mio. DM (Vorjahr: 385,5 Mio. DM) lag, spiegelt die anhaltend schwache Bekleidungskonjunktur, gleichzeitig aber die marktliche Neuausrichtung von Hucke wider. Insbesondere wurden im unteren Preissegment gezielt weniger Aufträge aquiriert. Diese Aktivitäten sollen zukünftig klar vom Markengeschäft abgegrenzt werden. Das Markengeschäft stützt sich künftig auf Endverbrauchermarken (beispielsweise Basler in der Damenmode oder Steiff in der Kinderbekleidung) sowie auf Sortimentsmarken für den Handel. Beide Bereiche bieten attraktive Renditen und sollen mit entsprechenden Flächenkonzepten im Handel forciert werden.
Lübbecke, den 28. Juni 2000
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