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Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,
mit diesem Zwischenbericht geben wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Geschäftsentwicklung des Hucke-Konzerns einschließlich der MHM Mode Holding München AG. Das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2000/2001 stellt sich wie folgt dar:
Konjunkturelles Umfeld
Im deutschen Bekleidungseinzelhandel bleibt die Situation weiter angespannt. Auch in den ersten vier Monaten des Jahres 2001 hat sich noch keine positive Trendwende abgezeichnet. Die konjunkturelle Entwicklung verläuft trotz kleiner Zwischenhochs im Januar und März weiter enttäuschend. Vor allem die drastisch gestiegenen Energiepreise sowie immer wieder nach unten korrigierte Prognosen über die gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate belasten nachhaltig das Konsumklima im Inland. Erschwerend kommt hinzu, dass auch auf den wichtigsten Auslandsmärkten die Nachfrage verhalten geblieben ist.
Umsatzentwicklung
In diesem schwierigen Branchenumfeld erreichte der Hucke-Konzern in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2000/2001 (01.11.2000 bis 30.04.2001) ein Umsatzvolumen von 315,1 Mio. DM. Der Rückgang um 25,5 Mio. DM gegenüber dem Vorjahr ( 340,6 Mio. DM) erklärt sich aus Veränderungen im Konsolidierungskreis der MHM Mode Holding AG. Hier wirkten sich die Verkäufe der ARA Moden und der Markenrechte Otto Kern aus, die im Vorjahresjahreszeitraum 28,7 Mio. DM zum Umsatz beigesteuert hatten. Zusätzlich hat die allgemein schwache Verfassung des Bekleidungsmarktes die Umsatzentwicklung der Hucke-Gruppe beeinflusst.
Im 1. Halbjahr 2000/2001 sanken die Verkaufserlöse der Hucke-Gruppe auf 183,3 Mio. DM, gegenüber 205,1 Mio. DM im Vorjahr. Annähernd stabil entwickelte sich dabei das Geschäft mit Kinderbekleidung. Hier konnten die Rückgänge im preisorientierten Segment FRANK EDEN durch die erstmals ausgelieferte Kollektion HARRY POTTER nahezu kompensiert werden.
Abstriche musste die Hucke-Gruppe dagegen bei der Damen- und Herrenmode machen. Im Bereich DOB lagen die Umsätze um 13,4 Mio. DM unter Vorjahresniveau. Hierbei wirkte sich das rückläufige Geschäft der Kollektion RAVENS aus. Zudem sind in der DOB-Sparte die Lizenzumsätze der Marke OTTO KERN wegen des Verkaufs der Markenrechte nicht mehr enthalten.
Ebenfalls Umsatzeinbußen (7,8 Mio. DM) musste der Bereich HAKA hinnehmen, insbesondere bedingt durch eine rückläufige Konsumenten-Nachfrage nach Sportswear-Jacken, dem Kernsegment der HAKA. Weiterhin wurde bewußt auf renditeschwache Umsätze verzichtet. Darüber hinaus sind Lizenzumsätze OTTO KERN nicht mehr im Umsatzvolumen der HAKA enthalten, da die Markenrechte verkauft wurden.
Weiter erfreulich hat sich die MHM Mode Holding AG entwickelt. Mit einem Umsatz von 131,8 Mio. DM konnte fast das Vorjahresniveau (135,5 Mio. DM) erreicht werden. Seinerzeit waren im Umsatzvolumen noch die inzwischen veräußerten ARA Moden und Otto Kern mit 28,7 Mio. DM enthalten.
Somit entfällt der Umsatz der MHM-Gruppe im 1. Halbjahr 2000/2001 ausschließlich auf die Basler-Gruppe, die sich wiederum exzellent entwickelt hat. Mit einem Umsatzzuwachs um 25 Mio. DM auf 131,8 Mio. DM konnte sich Basler erneut vom Branchentrend absetzen und die Marktposition weiter festigen.
Die Exportumsätze im Konzern erreichten im 1. Halbjahr 2000/2001 insgesamt 152,3 Mio. DM (Vorjahr: 160,9 Mio. DM). Dies entspricht einer Exportquote von 48,3 %, gegenüber 47,2% im Vorjahr.
Auftragseingang
Der Auftragseingang für die Saison Herbst/Winter 2001 lag im Hucke-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 350,1 Mio. DM und damit nur knapp unter Vorjahresniveau (356,3 Mio. DM).
Die Hucke-Gruppe verzeichnete dabei Auftragseingänge in Höhe von 205,9 Mio. DM (Vorjahr: 217,8 Mio. DM). Vom Rückgang betroffen waren Damen-, Herren- und Kinderoberbekleidung gleichermaßen, wobei in allen Sparten insbesondere in den unteren Preissegmenten die erzielbaren Margen so klein wurden, dass unter Renditegesichtspunkten auf diese Aufträge verzichtet werden mußte. Ursache hierfür ist die zunehmende Eigenbeschaffung des Handels und damit die volle Kosten- und Preistransparenz. Für alle Bereiche sind weitere Nachgeschäfte für die Saison Herbst/Winter 2001 geplant, um so verlorene Marktanteile zurück zu gewinnen.
Der Auftragseingang für die Saison Herbst/Winter 2001 lag im Hucke-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 350,1 Mio. DM und damit nur knapp unter Vorjahresniveau (356,3 Mio. DM).
Die Hucke-Gruppe verzeichnete dabei Auftragseingänge in Höhe von 205,9 Mio. DM (Vorjahr: 217,8 Mio. DM). Vom Rückgang betroffen waren Damen-, Herren- und Kinderoberbekleidung gleichermaßen, wobei in allen Sparten insbesondere in den unteren Preissegmenten die erzielbaren Margen so klein wurden, dass unter Renditegesichtspunkten auf diese Aufträge verzichtet werden mußte. Ursache hierfür ist die zunehmende Eigenbeschaffung des Handels und damit die volle Kosten- und Preistransparenz. Für alle Bereiche sind weitere Nachgeschäfte für die Saison Herbst/Winter 2001 geplant, um so verlorene Marktanteile zurück zu gewinnen.
Erfreulich ist innerhalb der Sparte DOB die Entwicklung der Kollektion HUCKE, wobei aufgrund der durchgeführten Neupositionierung für die Saison Herbst/Winter 2001 der Auftragseingang im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden konnte.
RAVENS verzeichnete dagegen einen enttäuschenden Auftragseingang. Diese Kollektion wird zukünftig nicht mehr angeboten. Damit ist beabsichtigt, die weitere Focussierung des Sortiments in der Sparte DOB voranzutreiben.
Auch in der KOB konnte das Markengeschäft mit STEIFF überproportional im Auftragseingang für Herbst/Winter 2001 zulegen.
Eine wiederum glänzende Entwicklung verzeichnet die Firma Basler, die nunmehr die gesamte MHM-Gruppe repräsentiert. Für die Saison Herbst/Winter 2001 lag der Auftragseingang mit 144,2 Mio. DM um 25,7 Prozent über Vorjahresniveau (114,7 Mio. DM). Damit unterstreicht die Marke Basler erneut ihre Ausnahmestellung am Bekleidungsmarkt.
Mitarbeiter
Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Hucke-Konzern planmäßig deutlich verringert.
Ursächlich dafür sind die Neustrukturierungen innerhalb der Hucke-Gruppe sowie die Veräußerungen der Firma ARA Moden und der Markenrechte Otto Kern.
Zum 30.04.2001 waren im Inland 1.369 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.616 Mitarbeiter) beschäftigt. Davon entfielen auf die MHM-Gruppe 420 Mitarbeiter. Die Mitarbeiterzahl im Ausland lag bei 325 (davon 229 in der MHM).
Auch im 2. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wird der Personalbestand im Konzern weiter zurückgehen. Die Einstellung der Kollektion RAVENS ab der Saison Frühjahr/Sommer 2002 erfordert entsprechende Anpassungen der Strukturen im Bereich der DOB.
Investitionen
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2000/2001 hat der Hucke-Konzern Investitionen in Höhe von 6,6 Mio. DM (Vorjahr: 4,6 Mio. DM) realisiert. Davon entfielen 2,1 Mio. DM auf die MHM-Gruppe.
Schwerpunkte bildeten die Errichtung eines neuen Factory-Outlets am Standort Lübbecke, Investitionen in IT-Systeme und der Ausbau von Shop-Konzepten und Verkaufsräumen.
Ergebnisentwicklung und Ausblick
Der vom Hucke-Konzern eingeschlagene Konsolidierungskurs hat sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2000/2001 noch nicht in vollem Umfang auf die Ertragslage ausgewirkt. Zwar konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 2 Mio. DM auf Minus 3,8 Mio. DM verbessert werden, entspricht aber noch nicht den Erwartungen.
Dabei weist die Hucke-Gruppe für das 1. Halbjahr 2000/2001 ein Ergebnis von Minus 17,8 Mio. DM (Vorjahr Minus 10,4 Mio. DM) aus. Einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von 2,1 Mio. DM sind im Ergebnis enthalten. Verluste weisen sowohl der DOB- wie auch der HAKA-Bereich aus, wobei sich die gesunkenen Umsätze entsprechend negativ auf die Rohergebnisse auswirkten. Durchgeführte Kostensenkungen konnten den Rückgang des Rohertrages nicht kompensieren. Die KOB erwirtschaftete ein leicht positives Ergebnis, das allerdings unter Vorjahresniveau liegt.
Eine erfreuliche Ertragsentwicklung verzeichnete die MHM-Gruppe im 1. Halbjahr 2000/2001. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich deutlich von 5,7 Mio. DM im Vorjahr auf 16 Mio. DM. Besonders positiv wirkte sich dabei die Portfoliobereinigung durch den Verkauf der ARA Moden und Otto Kern aus. Beide Unternehmen hatten in der Vergangenheit Verluste erwirtschaftet und damit das Ergebnis der MHM-Gruppe belastet. Basler dagegen unterstrich die herausragende Marktpositionierung mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 19 Mio. DM in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (Vorjahr: 14,3 Mio. DM).
Für die Geschäftsbereiche der Hucke-Gruppe wird die eingeschlagene Neuausrichtung und Restrukturierung auch im 2. Halbjahr 2000/2001 entschlossen fortgeführt. Dabei geht es insbesondere darum, die internen Strukturen an das veränderte Geschäftsvolumen anzupassen und moderne, straffe, segmentspezifische Abläufe einzuführen. Dies wird zu Sonderbe-lastungen im 2. Halbjahr führen.
Im DOB-Bereich wird die Neupositionierung mit den Kollektionen HUCKE und FRANK EDEN und der Aufgabe der Kollektion RAVENS konsequent umgesetzt.
Im Geschäftsbereich KOB ist die Lizenz HARRY POTTER erfolgreich angelaufen. Dadurch konnten Umsatzrückgänge im preisagressiven Segment FRANK EDEN KIDS ausgeglichen werden. Hier ist im 2. Halbjahr mit einer weiteren positiven Entwicklung zu rechnen.
In der HAKA ist die markenstrategische Neuausrichtung eingeleitet worden. Hier läuft zur Orderrunde der Saison Frühjahr/Sommer 2002 erstmals der Verkauf der Lizenzmarke WEST SPORTS an. Die damit verbundenen ehrgeizigen Umsatz- und Ertragserwartungen werden sich allerdings erst im Geschäftsjahr 2001/2002 positiv auswirken.
Für den Hucke-Konzern ist angesichts der bisher vorliegenden Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2000/2001 mit einem Umsatzvolumen zu rechnen, das leicht über dem Vorjahresniveau liegen dürfte. Die notwendigen Strukturanpassungen in den Bereichen DOB und HAKA der Hucke-Gruppe werden im 2. Halbjahr zu weiteren Sonderbelastungen führen, die eine Verbesserung des Ergebnisses gegenüber Vorjahr nicht erwarten lassen.
Lübbecke, im Juni 2001
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